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Leitbild

Das KINDER & FAMILIEN HAUS ist eine Einrichtung in der Mainzer Oberstadt in Trägerschaft der katholischen Kirche.

Unsere Arbeit orientiert sich an den Pastoralen Richtlinien der Diözese Mainz, den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz und dem Sozialgesetzbuch VIII.

Grundlagen

„Wir wollen Kinder liebevoll als gleichsam Suchende und Lehrende begleiten und ihnen unseren Wissens- und Erfahrungsschatz zur Verfügung stellen.“

Ausgangspunkt unseres pädagogischen Handelns ist die kulturelle und soziale Lebensform des Kindes und seiner Familie mit seinen Bedürfnissen, Erfahrungen und Interessen. Deshalb ist uns eine akzeptierende Atmosphäre, in der sich Kinder angenommen, geborgen und ernstgenommen fühlen, sehr wichtig. Sie erhalten dadurch die Möglichkeit, sich zu erleben, zu erkennen, auszudrücken, auszuprobieren, zu bilden und weiter zu entwickeln. Familien werden als Partner gesehen und erhalten Unterstützung in der Erziehung und Bildung ihrer Kinder.

Im KINDER & FAMILIEN HAUS wird jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit mit seiner speziellen Lebensgeschichte, seinen individuellen Fähigkeiten, Eigenheiten und Begabungen anerkannt – unabhängig seiner Hautfarbe, Religion oder seiner Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht und Staatsbürgerschaft.  Für uns ist es selbstverständlich, dass behinderte oder benachteiligte Kinder ebenfalls zu unserem Lebensraum gehören und Teil unserer Gemeinschaft sind.

Eine weitere Grundlage unserer Arbeit ist das Evangelium und das christliche Menschenbild. Im Umgang mit Anderen bedeutet das für uns: jeder Mensch ist gottgewollt, alle Menschen sind gleichwertig, jeder Mensch hat Anspruch auf Wertschätzung und Schutz seiner Würde. Um dies für Kinder erfahrbar zu machen, ist es den Mitarbeiter/innen im KINDER & FAMILIEN HAUS wichtig, christliche Werte und das Bild eines liebenden, annehmenden und richtungsweisenden Gottes zu vermitteln. Die Einrichtung ist ein Teil der Pfarrgemeinde und es finden viele gemeinsame Aktionen statt.

Aus unserem Leitbild ergeben sich für uns folgende Ziele, mit denen die Qualität in unserer Einrichtung sichergestellt wird:

1.Pädagogische Grundlagen:

Unser Ziel ist es, durch unsere Bildungs- und Erziehungsarbeit Kinder zu unterstützen, sich zu selbstbewussten, selbstverantwortlichen Menschen zu entwickeln, christliche Werte und Sinndeutungen zu erfahren, demokratisch zu handeln, Wertschätzung gegenüber allen Lebewesen und der Natur zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen; neugierig zu sein und Erfahrungen zu sammeln, Freude am Lernen zu empfinden, die Welt zu begreifen, Geborgenheit zu erfahren und Lebensbegleitung im Glauben zu finden. 

Unser Ausgangspunkt dabei ist der Situationsansatz und das Bild vom aktiv lernenden Kind. In alltäglichen Lebenssituationen wie bei lebenspraktischen Tätigkeiten, im Spiel, beim Konstruieren und Experimentieren, durch Benutzung von Medien, werden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten gewonnen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Kinder dabei zu unterstützen und zu fördern ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Unser Bildungsangebot wird nach diesen Grundsätzen ausgerichtet. Durch Beobachtung einzelner Kinder versuchen wir herauszufinden, welche Interessen, Fragen und Probleme die Kinder beschäftigen und welche Themen und Gegenstände sie interessieren. Weiterhin orientiert sich unser Bildungsangebot an den Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz. Folgende Bereiche fließen mit ein: Sprache, Bewegung, musisch-kreativer Bereich, musikalischer Bereich, Theater, Mimik, Tanz, religiöse Bildung, Werteerziehung, Förderung sozialer Kompetenzen, interkulturelles und interreligiöses Lernen, Mathematik- Naturwissenschaft-Technik, Naturerfahrungen/Ökologie, Körper-Gesundheit-Sexualität, Medien, geschlechtssensible Pädagogik, lernmethodische Kompetenz.

2. Partizipation

Wir haben ein Verständnis von Erziehung als partnerschaftliche Interaktion mit den Kindern und sehen die Erziehung als gemeinschaftliche Aufgabe mit den Eltern, unserer Trägergemeinde unseren Kooperationspartnern und der Gesellschaft, die vielfältig und durch ihre strukturellen Vorgaben Einfluss auf das Leben der Kinder nimmt.

 Aus dieser Haltung heraus pflegen wir einen partizipativen Umgang und haben hierzu  Strukturen und Instrumente der Teilhabe implantiert.

Regeln, Vereinbarungen, Projekte, Ziele werden in einer bewussten Auseinandersetzung mit den Kindern gemeinsam vereinbart, reflektiert und modifiziert. Unterschiedliche Meinungen und Erwartungen werden akzeptiert, Verständigung darüber eingeübt und Kompromisse ausgehandelt.

 

3. Gestaltung von Übergängen

Die Voraussetzung einer gesunden Entwicklungsförderung der Kinder ist die Bewältigung von Übergängen, also Veränderungen. Das Kind kann den Übergang dann vollziehen, wenn es den neuen Lebensbereich kennt, Informationen darüber hat, sich in seiner neuen Rolle findet und bestenfalls gute soziale Beziehungen zwischen den neuen Lebensbereichen bestehen. Damit die Kinder die Übergänge gut bewältigen können und ihren Lebensraum auch psychisch erweitern können, bereiten wir sie prozesshaft darauf vor.

Übergangssituationen ergeben sich bei: neuen Kindern, den Krippenkindern (die in eine alterserweiterte Gruppe wechseln möchten), den Kindern, die sich auf die Einschulung vorbereiten, den Kindern, die eingeschult werden und in unserem Haus als Hortkinder weiterbetreut werden und Hortkinder, die das Haus verlassen.

4. Vermittlung des christlichen Glaubens

Dabei ist es uns wichtig, christliche Werte wie die Wertschätzung gegenüber der Schöpfung, Sensibilität gegenüber sich selbst und anderen, Nächstenliebe, Versöhnungsbereitschaft, Gegensätze bestehen zu lassen, sich für Schwächere einzusetzen, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, vorzuleben und zu vermitteln.

Die Pfarrei ist in diesen Prozess mit einbezogen und es besteht eine intensive Zusammenarbeit mit pastoralen und ehrenamtlichen Vertretern der Pfarrgemeinde. Weiterhin werden im KINDER & FAMILIEN HAUS die Kinder und Eltern in Glaubensfragen unterstützt. Die christliche Botschaft wird im Spiel, im Erleben und in Lebensbezügen, in Worten und Symbolen gedeutet und vermittelt. Es finden gemeinsame Feiern von Gottesdiensten und Festen statt. Christliche Bräuche, Rituale, Gebete und Lieder werden weitergegeben.

5. Erziehungs- und Bildungspartnerschaft

Die Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder und damit unsere wichtigsten Partner. Im Sinne der demokratischen Kultur unserer Einrichtung pflegen wir intensiven und regelmäßigen Austausch mit den Eltern und stimmen mit ihnen Bildungs- und Erziehungsziele ab. Die partnerschaftliche Basis sind Anerkennung, Wertschätzung und Entgegenkommen. Unsere Erziehungspartnerschaft zeichnet sich durch die Einbeziehung in Erziehungsprozesse, Beteiligung an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten, Elternbefragung und der Berücksichtigung von individuellen Lebensumständen, Bedürfnissen und Interessen aus. Die Eltern haben die Möglichkeit, zu hospitieren und sich mit Elternpatenschaften in die Arbeit mit einzubringen. Es finden ein Aufnahmegespräch, Entwicklungsgespräche, Tür- und Angelgespräche, Elternabende, Infoveranstaltungen und Feste statt. Im KINDER & FAMILIEN HAUS ist ein Elterncafe entstanden, das von Eltern organisiert wird.  Hier finden thematische Nachmittage statt. Die Zusammenarbeit mit dem Elternausschuss ist uns sehr wichtig. Die Familien erhalten Unterstützung  bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder.

6. Kooperationen

Das KINDER & FAMILIEN HAUS kooperiert mit unterschiedlichen Institutionen. Dazu zählen Schulen, Förderverein, andere Kindertagesstätten, die Pfarrei, Einrichtungen unseres  Gemeinwesens, Erziehungsberatungsstelle, Jugendamt, Ärzte, Therapeuten usw. Ziel dieser Kooperationen ist es, in einen Austausch zu treten, Transparenz der unterschiedlichen Arbeitsweisen herzustellen, um Kindern und ihren Familien eine gezielte Entwicklungsunterstützung anzubieten.     

7. Personalentwicklung

Die Qualität unserer Arbeit und die Atmosphäre im KINDER & FAMILIEN HAUS sind im hohen Maße  von unserer Fähigkeit abhängig, kooperativ und effizient zusammen zu arbeiten. Wir sehen in unserer Arbeit eine gemeinsame Aufgabe, in der jede/r von uns seine beruflichen und persönlichen Fähigkeiten einbringt. Um diese ständig weiterzuentwickeln und sich weiter zu qualifizieren, nehmen die Mitarbeiter/innen regelmäßig an Fortbildungen teil. Diese werden so ausgewählt, dass sie einerseits die persönliche Entwicklung berücksichtigen und andererseits die Interessen der Organisation vertreten. Die Fachkräfte erhalten dadurch Unterstützung in fachlicher, persönlicher und sozialer Hinsicht.  Effektive Arbeitstechniken und Teammethoden werden eingesetzt, überprüft und ggf. verbessert. Einmal im Jahr findet ein Mitarbeitergespräch und eine Teamfortbildung statt, um mit den Fachkräften gemeinsam Ziele festzulegen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu besprechen.

Um schon bei Neueinstellungen die richtige Auswahl zu treffen haben wir Stellenbeschreibungen, Anforderungsprofile und Personalauswahlverfahren.

8. Ausbildungsstätte

Im KINDER & FAMILIEN HAUS werden Fachschulpraktikanten/innen qualifiziert angeleitet. Schüler/innen erhalten ebenfalls die Möglichkeit ein Praktikum zur Berufsorientierung zu absolvieren. Die Einrichtung verfügt über ein Anleitungskonzept – die gesetzlichen Vorgaben werden eingehalten. Dadurch erhalten die Praktikanten/innen Klarheit über ihre Aufgaben, Zuständigkeiten und Inhalte der Arbeit. Kontakte zu Fachschulen bestehen und es wird kooperativ und engagiert zusammengearbeitet.

9. Dienstleistungsangebot

Da wir zukunftsfähig bleiben wollen, überprüfen wir kontinuierlich unser gegenwärtiges Leistungsangebot auf die Zielgruppe und auf Markttauglichkeit. Dabei werden politische und gesellschaftliche Veränderungen berücksichtigt und es ist maßgegebend, ob die die gesteckten Ziele der Einrichtung erreicht wurden. Dazu findet eine Elternbefragung statt, bei der die Ergebnisse im Team und mit dem Elternausschuss und dem Träger ausgewertet werden. Die Zufriedenheit der Kinder und unserer Familien ist uns sehr wichtig. Damit Eltern und außenstehenden das Dienstleistungsangebot bekannt ist, wird es z.B. auch auf der Homepage veröffentlicht.

10. Evaluation

Da wir uns als lernende, sich ständig weiterentwickelnde Organisation verstehen, hat die Evaluation eine besondere Bedeutung für uns. Wir überprüfen und hinterfragen unsere Arbeit ständig nach Verbesserungspotenzialen. Um dies zu erreichen, setzen wir uns mit neuen fachlichen Themen auseinander. Ebenso ist es selbstverständlich für uns, dass die Konzeption weiterentwickelt und ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und bearbeitet wird.